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Medienmitteilung Die Mitte Wohlen zum Thema «Wohler Finanzen»

5. November 2026 – Die Mitte bleibt dran und vermittelt  

Bekanntlich hat sich Die Mitte Wohlen mit ihrer Vertretung im Grossen Rat gegen die jüngste

Revision des kantonalen Finanzausgleichs und die daraus entstehenden Folgen für Wohlen

engagiert eingesetzt. Zusammen mit den anderen Wohler Grossräten hat man versucht, die

Situation von Wohlen als Zentrumsgemeinde und die fatalen Folgen bei einer Annahme der

Vorlage zu erklären. Leider erfolglos, wie wir unterdessen alle wissen, der Grosse Rat hat anders

entschieden.

Mit öffentlichen Stellungnahmen, Leserbriefen und Gesprächen auch hinter den Kulissen

versuchte Die Mitte Wohlen unermüdlich vor, während und auch nach der Grossratsdebatte, die

gravierenden Auswirkungen in der ohnehin schon schwierigen Wohler Finanzlage aufzuzeigen.

Ganz nach dem Motto «steter Tropfen höhlt den Stein» führte diese Beharrlichkeit schliesslich

dazu, dass eine Wohler Mitte-Delegation nach «Aarau» zu einem Gespräch eingeladen wurde.

Die Wohler Mitte-Delegation durfte aufzeigen, dass die Steuersenkungen von Bund und Kanton

und die beschlossenen Kürzungen beim Finanz- bzw. Soziallastenausgleich in den letzten Jahren

Mindereinnahmen von gegen 14 Steuerfussprozenten für Wohlen bedeuten. Diese Ausfälle

können unmöglich durch Einsparungen im Wohler Budget kompensiert werden. Entgegen der

Annahme des Kantons funktionieren die sog. «dynamischen Effekte» durch Steuersenkungen in

Wohlen nicht. Es fehlen in Wohlen Anreize wie eine schöne Altstadt, ein See oder ein tiefer

Steuerfuss. Das unterscheidet Wohlen von anderen Zentrumsgemeinden wie Aarau oder Baden.

Nicht zuletzt auch aus diesen Gründen drohen der Gemeinde Wohlen massive

Steuerfusserhöhungen, die weit über die aktuell zur Diskussion stehenden 6 % liegen.

Wohlen, immerhin die viertgrösste Gemeinde im Kanton, ist eine Zentrumsgemeinde und

gemäss kantonaler Richtplanung sogar eine Kernstadt. Wohlen erfüllt für umliegende

Gemeinden wichtige Zentrumsaufgaben. Diese werden derzeit nur unzureichend entschädigt.

Würde Wohlen seine Angebote für andere Gemeinden verteuern, kürzen oder kündigen, kämen

viele der umliegenden Gemeinden in finanzielle Schieflage. Dies soll nicht das Ziel sein.

Im Wohler Budget sind – wie in anderen Gemeinden auch – 80 % als gebundene Ausgaben zu

betrachten. Die strukturellen Defizite verschärfen die Situation zusätzlich. Zudem werden

Ausgaben – z.B. für die Restfinanzierung der Pflegekosten – auf die Gemeinde Wohlen

zukommen. Es droht auch immer eine Zinswende mit höheren Finanzierungskosten.

Mit den üblichen Mitteln aus dem kantonalen Finanzausgleich wird man der Situation nicht

gerecht. Für Wohlen müssen andere Lösungen gesucht werden. Andere Kantone haben für ihre

Zentrumsgemeinden mit ihren spezifischen Lasten einen «Zentrumslastenausgleich»

geschaffen.

Der aktuelle Finanzplan unserer Gemeinde zeigt auf, dass Wohlen auch in den nächsten Jahren

vor grossen Investitionen steht. Die Gemeinde wächst, die Infrastruktur muss angepasst

werden. Wohlen muss attraktiv bleiben, es sollen gute Steuerzahler angelockt werden. Eine

marode Infrastruktur, geschlossene Schwimmbäder und Sportanlagen oder eine Reduktion der

kulturellen Bemühungen wären dafür nicht förderlich. Eine attraktive Gemeinde soll

funktionalen Schulraum, Freizeitangebote, Kultur und Einkaufsmöglichkeiten mit

entsprechender Infrastruktur bieten.Der erwähnten Wohler Mitte-Delegation gelang es, dass der Ernst der Lage erkannt wurde. Der

Weg für weitere Gespräche mit der Kantonsregierung wurde geebnet. So durfte der Wohler

Gemeinderat unlängst Besuch aus «Aarau» empfangen. Herr Regierungsrat Dieter Egli hat sich

zusammen mit dem Leiter Finanzaufsicht Gemeinden Zeit genommen, die Anliegen aus Wohlen

persönlich anzuhören. Sie haben sich gemeinsam mit dem Gemeinderat Gedanken über

mögliche Lösungen und die Unterstützung des Kantons gemacht. Die Anliegen und Sorgen aus

Wohlen sind auf Verständnis gestossen. Das Gespräch verlief äusserst wohlwollend.

Die Mitte Wohlen hofft, dass sie mit ihrem lösungsorientierten und offenen Vorgehen in «Aarau»

Verständnis schaffen und für unsere Gemeinde etwas erreichen konnte. Sollten die

unermüdlichen Bemühungen am Ende für Wohlen zu einer Entspannung der Finanzlage führen,

so haben sie sich allemal gelohnt. Manchmal braucht es einfach «den nötigen Schnuf» und

Beharrlichkeit, um ans Ziel zu kommen. Nur wer nicht aufgibt, kann etwas verändern.

 

Freundliche Grüsse

Stefanie Dietrich                                                                     Harry Lütolf
Präsidentin Die Mitte Wohlen                                                 Grossrat Die Mitte Wohlen
076 464 50 41                                                                          079 330 45 14
stefanie@dietrichmail.ch                                                         info@harry-luetolf.ch

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